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RP Bericht: Bau der Markthalle in Mönchengladbach startet im Sommer

Mönchengladbach. Nach mehreren Verzögerungen wird in den nächsten Wochen der Bauantrag eingereicht. Als Mieter sind Händler und Gastronomen aus der Region vorgesehen.
Von Denisa Richters
 
Markthalle Mönchengladbach
©ottenarchitekten
 
Am späten Abend über den Nachtmarkt schlendern, beim Hofladen und beim Metzger fürs Wochenende einkaufen, sich dann mit einem Glas Wein und einem Teller leckerer Häppchen an einen der Tische auf dem Kapuzinerplatz setzen und das Programm auf der Bühne genießen. Ab dem Sommer 2021 soll das in der Gladbacher Oberstadt möglich sein.

Die Macher Holger Brinkmann-Sahm, Chef einer Marketingagentur, ist Sprecher und Teil der Gruppe von Investoren, die als Entwickler und Betreiber hinter der Markthalle auf dem Kapuzinerplatz stehen. Außer ihm gehören der Schwalmtaler Bauunternehmer Rudolf Jackels, der Mönchengladbacher Fruchtimporteur Wilfried Rosenland und Jürgen Schiffer zu den Mitstreitern.Sie investieren rund 4,5 Millionen Euro in das Projekt. „Vor vier Jahren, als die Idee einer Markthalle aufkam, haben wir das Konzept und die Philosophie entwickelt“, sagt Brinkmann-Sahm. Der Entwurf für das Gebäude stammt vom Korschenbroicher Architekten Fritz Otten.

Der Zeitplan Nach mehreren Verzögerungen, unter anderem wegen der Ausarbeitung der Erbpachtverträge in Kombination mit dem bestehenden Erbbaurecht  für die Tiefgarage unter dem Kapuzinerplatz, soll jetzt Tempo in das Projekt kommen: Bis Mitte Februar wollen die Investoren laut Brinkmann-Sahm bei der Stadt den Bauantrag einreichen, mit den Sommerferien sollen die Bauarbeiten beginnen. Die Eröffnung der Markthalle ist für das Frühjahr oder den Sommer 2021 vorgesehen. Bei den Verantwortlichen im Rathaus sorgt der nun verbindliche Zeitplan für Erleichterung. „Als Bürger von Mönchengladbach habe ich den Anspruch, dass das auch umgesetzt wird“, sagt Planungsdezernent Gregor Bonin. Seitens der Stadt habe man alle Voraussetzungen wie den rechtskräftigen Bebauungsplan erfüllt.

Das Konzept „Es soll nicht nur ein Einkaufserlebnis werden, sondern auch ein Treffpunkt mit hoher Verweildauer“, beschreibt Architekt Otten die Grundidee. Die Markthalle ist deshalb auch nach allen Seiten offen, um mit der Nachbarschaft zu interagieren. „Wir wollen anliegenden Handel und Gastronomie nicht kannibalisieren, sondern im Gegenteil, dass sich das gegenseitig befruchtet“, betont Brinkmann-Sahm.

Möglich sind Öffnungszeiten von 6 Uhr bis Mitternacht. Die Preise sollen im mittleren bis oberen Segment liegen. Als Frequenzbringer soll die Halle die Altstadt und auch den bestehenden Wochenmarkt beleben. Mit entsprechend genussorientierter Kundschaft rechnet man insbesondere, wenn das neue Wohngebiet auf dem Areal des früheren Krankenhauses Maria Hilf entsteht. Der Wartebereich der Bushaltestelle am Alten Markt wird ebenso integriert wie der Zugang zur Tiefgarage (siehe unten).

Die Mieter Ob Handel oder Gastronomie – einziehen sollen ausnahmslos lokale und regionale Anbieter. „Vorgesehen ist eine Mischung aus tagesaktuellen Angeboten und cooler Gastronomie“, sagt Brinkmann-Sahm. Die Mieter stehen zwar fest, bevor die Verträge nicht final unterschrieben sind, will er jedoch öffentlich keine Namen nennen. Das Angebot umfasst Bauernhöfe, die gemeinsam ihre Produkte anbieten, einen Gefügelhändler, eine Bäckerei, einen Metzger, einen Weinhandel, eine Eisdiele, eine Kaffeerösterei mit Patisserie sowie Gastronomie von mediterran bis asiatisch. Der Stil der Einrichtung wird „edelrustikal“. Die Entwickler stellen die Hülle, die Mieter bringen ihre technischen Geräte mit und investieren insgesamt weitere etwa 1,2 Millionen Euro.

Die Veranstaltungen „In Richtung Haus Zoar haben wir die Möglichkeit, die Halle zu öffnen und mit einer Bühne zu bespielen“, sagt Brinkmann-Sahm. Das Programm variiere je nach Jahreszeit. Angedacht seien Promi-Koch-Events, Talks und kulturelle Veranstaltungen. Der Eintritt bleibe frei, „jeder darf kommen“.

Die Giebelhäuser Das Erdgeschoss der an einen ehemaligen Bunker angebauten Häuserreihe im Norden des Platzes ist Teil des Konzepts. „Wir haben das Mandat, das zu entwickeln“, sagt Brinkmann-Sahm. Vorgesehen sind trendige Läden aus den Bereichen Mode und Schmuck sowie ein Showroom für Einrichung. Die früheren Luftschutzräume sollen verbunden und zum  „Bunker der schönen Dinge“ werden mit Vernissagen und Musik-Veranstaltungen.

Die Tiefgarage Sie wird parallel zu den oberirdischen Bauarbeiten saniert und soll laut Brinkmann-Sahm die größte Elektro-Mobilität-Garage der Stadt“ werden: Jeder Stellplatz bekommt eine Ladesäule. Der Zugang über die Markthalle soll 24 Stunden gewährleistet sein.

 

Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/moenchengladbach-bau-der-markthalle-startet-im-sommer_aid-48518277

 

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